Trends sind eine Sache, die immer wiederkehren. Soweit, so stimmig zumindest für Matcha. Während die jungen Menschen von heute das grasgrüne Getränk aus ihren Tumblern schlürfen und sich ganz hipp fühlen, lächeln Millennials nur versonnen. Das Teepulver hatte seinen letzten großen Auftritt schon in den frühen 2010er-Jahren.
Jetzt reiht sich also Ube in die Liste vermeintlicher Hipster-Drinks. Dabei kennt man die Knolle bereits seit Jahrtausenden. (Relativ) neu ist (in unseren Breitengraden) die Verwendung in Kombination mit Matcha oder Kaffee.
Woher kommt Ube?
Seinen Ursprung hat Ube auf den Philippinen. Es handelt sich dabei um eine Unterart der Yamswurzel, die in weiten Teilen Asiens als wichtige Nahrungsquelle dient. Discorea alata, wie Ube – auch Wasseryams genannt – botanisch heißt, zeichnet sich durch sein nussig-erdiges, manchmal an Kokosnuss erinnerndes Aroma aus. Das schätzten wohl schon die urzeitlichen Menschen, denn in den Niah Höhlen auf Borneo fand man Reste aus dem späten Plästozen. Und das liegt mehr als 40.000 Jahre zurück. Um Instatauglichkeit ging es den Menschen damals also fix nicht.


Neben dem Geschmack war es vielleicht die Energie, die die stärkehaltige Wurzel ursprünglich zu einem festen Bestandteil der philippinischen Küche machte. Vor allem in Desserts ist es ein beliebter Bestandteil. In einer Zeit, in der das Social Media Auge mitisst, umso wichtiger: Ube macht optisch einiges her. Es ist ein natürlicher Farbstoff, der Speisen tiefviolett färben kann. Nicht zu verwechseln ist Discorea alata mit der violetten Süßkartoffel.
Was ist der gesundheitliche Nutzen?


Mit “Superfood” wird dieser Tage ja viel gelabelt. Ganz egal, ob relevante Inhaltsstoffe vorhanden sind. Dieses Game kann Ube nicht mitspielen. Wie auch Kartoffeln sind Yamswurzeln reich an Ballaststoffen und Kohlenhydraten. Und wie so ziemlich jedes andere Gemüse auch ist Ube reich an sekundären Pflanzenstoffen, die entzündungshemmend und antioxidativ wirken können. So, wie auch Heidelbeeren oder Rotkohl. In der Küche verwendet man meist eine Paste oder ein Pulver.


Aber nur, weil Ube kein dezidiertes Superfood ist, heißt das nicht, dass wir uns nicht ab und zu einen Ube Latte, Ube Halaya oder Ube Mamón (Kuchen) gönnen dürfen. Hübsch sind Drinks und Speisen mit Ube ja schließlich allemal. Und sie schmecken! Mittlerweile hat übrigens auch Tchibo tolle Kreationen auf der Karte: als Latte, “dirty” mit Espresso und auch als Option mit Matcha ist die violette Yamswurzel erhältlich.
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