Summer’s over, sorry Leute. Aber das macht nichts. Denn auch der Winter hat einiges in petto. Was genau, erzählt uns TUI Österreich Geschäftsführer Gottfried Math. Er gibt Einblicke in die Reisetrends im Winter 2026/27, verrät, welche Destinationen vorrangig gebucht werden und wieviele Menschen jetzt schon an ihren Winterurlaub denken. Math blickte auch auf den Sommer 2026 nochmal kurz zurück.
Sommer 2026: So war er
Es war ein durchwachsener Sommer, wie Math erklärt: “Bis Ende Februar war die Buchungslage erfreulich hoch”. Dann kam Ende Februar und mit ihm die Unsicherheit hinsichtlich der geopolitischen Lage. Teuerungen waren ebenfalls ein Faktor. Der Trend zu kurzfristigen Buchungen nahm zu, vor allem, als es so besonders heiß wurde. Insgesamt liegen die Sommerbuchungen aktuell hinter dem Vorjahr, doch, wie Aage Dünhaupt, Director Communications Holiday Experiences & Airline and Group Spokesperson, sagt: “Es sind ja noch ein paar Wochen Zeit. Und es gibt Tage, an denen die Neubuchungen bei über 80 % im Vergleich zum Vorjahr liegen.”


Mit den Herbstferien geht’s Richtung Ende der Sommersaison. Top-Zielgebiete waren Türkei und Spanien. Bei TUI in Österreich ist Griechenland die unangefochtene Nummer eins. “Mehr als ein Drittel unserer Gäste aus Österreich fährt im Sommer nach Griechenland.” Auf der Fernstrecke dominieren USA, Thailand und Malediven. Auch Mauritius im Sommer kann ein erfreuliches Plus verzeichnen. Coming, aber auf niedrigerem Niveau, sind Kanada und die Seychellen. Beides also beliebte Geheimtipps. “Unsere Hotelmarken sind die Favoriten, allen voran die Magic Life Clubs”, so Math.
Urlaub im Winter – warum?
TUI gab eine repräsentative Umfrage in Auftrag, bei dem Menschen in Österreich nach ihren Urlaubsplänen für den Winter gefragt wurden. Erstaunlich: Fast jeder Zweite hat bereits gebucht oder konkrete Reisepläne, ein Viertel ist noch unentschlossen. Auf Platz eins liegen Kultur- und Städtereisen, auf Platz 2 der Strandurlaub im Winter. Auf die Frage, weshalb man im Winter überhaupt wegfahren soll, antwortet mehr als ein Drittel, dass vor allem die Zeit mit den Lieblingsmenschen ein Reisemotiv sei. 32 Prozent wollen gutes Essen, 23 Prozent setzen auf Erholung.


Was kostet Winterurlaub 2026/27?
“Jeder Zweite plant ein Reisebudget von mindestens 1.500 Euro pro Person”, sagt Gottfried Math. Mehr als ein Drittel verfüge über ein Budget von mindestens 2.000 Euro, zwölf Prozent kalkulieren mit 3.000 Euro oder mehr. Die Winterreisen bei TUI lassen sich Reisende durchschnittlich 2.243 Euro pro Person bei einer Aufenthaltsdauer von acht Nächten kosten. Fernreisen liegen bei 2.970 Euro, während man auf der Mittelstrecke durchschnittlich 1.490 Euro pro Person liegen lässt. Für die meisten bleibt der Familienurlaub bezahlbar. Auch dank Frühbucherrabatten von bis zu 30 Prozent. Math gibt als Beispiel: “Eine Woche All Inclusive, im 5 Sterne-Familienhotel in Ägypten kostet inklusive Hin- und Rückflug ab Wien im Dezember 1.556 Euro – gesamt für zwei Erwachsene und ein Kind bis 12 Jahre!”


Wohin im Winter 2026/27?
Aage Dünhaupt empfiehlt, so schnell wie möglich zu buchen, vor allem, wenn die Reise eine Flugreise inkludiert. Aktuell seien nämlich noch günstigere von TUI geblockte Flugkontingente erhältlich – zu einem Preis, den auch steigende Kerosinkosten nicht verändern. “Last Minute gibt nie die Garantie, dass es günstiger wird”, so Dünhaupt mit Blick auf die geopolitischen Unruhen.


Ganz oben im Ranking liegt laut aktuellem Buchungsstand bei TUI Spanien, allen voran die Kanaren, gefolgt von Ägypten, Thailand, Malediven und Mauritius. Erst auf Platz 7: Österreich. Marokko ist, auch dank neuer Flugverbindung, up and coming in diesem Winter. 40 Prozent der Winterflugreisen gehen in die Ferne.
Skiurlaub im Winter 2026/27
Österreich, eine Skifahrenden-Nation, sollte sich künftig etwas einfallen lassen. Denn nur noch 26 Prozent buchen ihren Winterurlaub für Wintersport. Nur 18 Prozent davon in Österreich. Die Buchungen für diesen Winter liegen aber über jenen im Vorjahr. Einst fast schon eine Selbstverständlichkeit, in den Weihnachts- und Semesterferien auf den Pisten des Landes unterwegs zu sein, scheint Skiurlaub zunehmend zu einer Randerscheinung zu verkommen. Zugunsten von Städte- und Strandurlaub im Winter.