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Zagreb im Sommer Zagreb im Sommer

Zagreb Guide: 4 Tipps für einen abwechslungsreichen Citytrip

© Pham Ngoc Anh, Pexels

Was unter Städtereisenden noch als Geheimtipp gehandelt wird, lohnt 2026 einen zweiten Blick – und einen Besuch: Die kroatische Hauptstadt Zagreb lockt als facettenreiche, entspannte City-Destination. Vor allem für Kulturbegeisterte gibt es in der 770.000-Seelen-Stadt einiges zu sehen.

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An jeder Straßenecke warten architektonische Highlights oder Statuen, die von der Vergangenheit der City erzählen. In den Museen wird von der Stadthistorie, Schokolade, Tesla oder zerbrochenen Beziehungen erzählt. Und dann wären da noch tägliche Traditionen aus vergangenen Jahrhunderten, die man sonst wohl nirgendwo mehr erleben kann …

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1. Geschichte erleben: Zagreb, Stadt der Museen

Zagreb sprüht nur so vor kultureller Vielfalt: von zahlreichen Festivals und Konzerten bis hin zu den vielfältigen Museen der Stadt. Eine der wichtigsten Besonderheiten im Sommer in Zagreb ist Zagreb Classic. Die kostenlosen Freiluft-Konzerte am König-Tomislav-Platz überzeugen mit Stimmung, musikalischer Ekzellenz und gelassener Atmosphäre.

Zagreb Classic
© Julien Duval
Zagreb Classic
© Julien Duval

In der Oberstadt gilt es, das „Museum of Broken Relationships“ zu besuchen, das Memorabilia verflossener Liebesbeziehungen und die Geschichten dahinter zeigt. Emotional, berührend, amüsierend! Das „Technical Museum Nikola Tesla“, benannt nach dem im heutigen Kroatien geborenen Nikola Tesla, zeigt historische Exponate aus den Bereichen Technik, Energie und Verkehr. Wer mehr über die Stadt wissen möchte, taucht im „Zagreb City Museum“ tiefer in deren Historie ein. Dabei passiert man Siedlungen aus der frühen Eisenzeit ebenso wie einem Friseursalons aus den 1960er-Jahren.

Atelijer Mestrovic, Zagreb
Atelijer Mestrovic, © Christina Horn
Atelijer Mestrovic, Zagreb
Atelijer Mestrovic, © Christina Horn

Kunstaffine kommen im „Atelier Meštrović“ den Werken des gleichnamigen Bildhauers näher, während Süßmäuler sich im interaktiven „Chocolate Museum Zagreb“ durch die Geschichte der Kakaobohne probieren. Hinzu kommen Museen wie das „Cravaticum“, das sich der Geschichte der Krawatte und ihren kroatischen Ursprüngen widmet.

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2. Kulinarik aus Zagreb: Štrukli bis Kremšnita

Obwohl es hier zahlreiche internationale Restaurants gibt, lohnt ein Gabelstich in die Landesküche, die stark vom Balkan und bäuerlichen Traditionen geprägt ist. Es gibt deftige Fleischgerichte und Eintöpfe wie Sarma, krautige Gerichte und unzählige Mehlspeisen. Zu Zagrebs Leibgerichten zählen die Štrukli, die als Vorspeise, Hauptspeise sowie Dessert genossen werden. Dahinter verbirgt sich dünn ausgerollter, gebackener oder gekochter Strudelteig, gefüllt mit Topfen und Sauerrahm. Perfekt serviert wird Štrukli im „Le Bistro“, dem Hausrestaurant des legendären Esplanade Zagreb Hotel. Herzhafte kroatische Hausmannskost gibt es im Restaurant „Baltazar“.

Štrukli in Zagreb
Štrukli, © Christina Horn
Štrukli in Zagreb
Štrukli, © Christina Horn

Wer frisches Gemüse und Obst sowie allerlei Backwaren und Leckereien sucht, mischt sich ins Getümmel des 1930 eröffneten Dolac-Marktes. Kroatische Kuchen und Eis gibt es bei “Vincek”, typische Süßigkeiten wie Pralinen und Napolitanke bei KRAŠ. Dort kann man es sich zudem bei Kaffee und Kuchen gemütlich machen. Wer dies am Samstagvormittag tut, nimmt übrigens an der Zagreber „Špica“ teil, dem allwöchentlichen gesellschaftlichen Ritual der Städter.

3. Alte Traditionen: Ein Stück Vergangenheit

In Zagreb ist die Vergangenheit bis heute fester, lebendiger Teil des Alltags. Wer durch die Oberstadt spaziert, entdeckt dort mehr als 200 historische Gaslaternen. Abends werden diese seit 1863 von den Nažigači, den Zagreber Laternenanzündern, entzündet – auch heute noch. Ein echter Knaller ist zudem die mittägliche Tradition Zagrebs: Punkt zwölf Uhr feuert der Kanonier am Lotrščak-Turm, unweit der Standseilbahn, die Grič-Kanone ab. Dieses Zeitsignal besteht bereits seit 1877 und diente einst den Kirchenglocken als zeitliche Orientierungshilfe.

Historische Kostüme in Zagreb, © Christina Horn
Historische Kostüme in Zagreb, © Christina Horn
Historische Kostüme in Zagreb, © Christina Horn
Historische Kostüme in Zagreb, © Christina Horn

Auch in der Unterstadt ist alte Geschichte bis heute lebendig. So erinnern die leuchtend rot gestreiften Šestine-Schirme am Dolac-Markt an die Tracht des Zagreber Umlands. Am Eingang des grünen Zrinjevac-Parks steht seit 1884 eine meteorologische Säule, die Temperatur, Luftfeuchtigkeit und Luftdruck anzeigt. Wer Zagreb im Sommer am Wochenende besucht, trifft im Zuge der „Zagreb Time Machine“ auf historische und fiktive Persönlichkeiten, die die Stadt geprägt haben. Darunter sind die Liebenden Dora und Pavao aus August Šenoas Roman „Das Gold des Goldschmieds“, Zagrebs Antwort auf Romeo und Julia. Auch der Kaufmann Ladislav Beluš, der 1867 das erste Fahrrad nach Zagreb brachte, ist in der Stadt unterwegs.

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4. Bauten bestaunen: Architektonische Juwelen

Viele Reisende kommen allein wegen der Architektur nach Zagreb. Hier treffen mittelalterliche Bauten auf barocke Palais, Jugendstilfassaden auf sozialistische Gebäude. Während die Oberstadt Bürgerhäuser, Kirchen und Adelspaläste versammelt, zeigt sich die Unterstadt als Planstadt mit breiten Straßen und vielen Plätzen. Shopping inmitten architektonischer Pracht ist etwa im „Oktogon“ möglich, einer eleganten Einkaufspassage aus dem 19. Jahrhundert mit fabelhafter gläserner Kuppel und einzelne Boutiquen.

Zagreb Blumenmarkt
Zagreb Blumenmarkt, © Christina Horn
Blumenmarkt Zagreb
Zagreb Blumenmarkt, © Christina Horn

Vieles erinnert heute noch an die Habsburgermonarchie. Und vieles lässt heute noch an das Erdbeben vom März 2020 denken, das so manche Gebäude Zagrebs schwer beschädigte. Auch Teile der Kathedrale in der Oberstadt stürzten ein. All dies wird bis heute schrittweise renoviert und erdbebengerecht verstärkt.

Zagreb im Sommer
© Christina Horn
Zagreb im Sommer
© Christina Horn

Vom Knall der Mittagskanone über ungewöhnliche Museen bis hin zur Napolitanke-Waffel: Zagreb präsentiert sich als Stadt, in der sowohl die Gegenwart als auch die Vergangenheit aktiv gelebt und genossen werden. Und vor allem als Ort, in den man sich ganz schnell verliebt.



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