Es ist schon fast ein Treppenwitz: Im August 2026 ließ die Buchungsplattform booking.com via Pressemeldung ganz serviceorientiert wissen, dass der „Urlaubsmodus“ Reisende anfälliger für Betrugsmaschen mache. Rund 38 Prozent gaben in einer Umfrage an, bei der Reiseplanung oder während des Urlaubs weniger an Betrugsversuche zu denken.
Will man damit den Schwarzen Peter an die Endkonsument:innen abgeben, nachdem der Plattform im April 2026 Reservierungs- und Reisedaten geklaut worden waren? Jetzt setzt jedenfalls die dazugehörige Betrugswelle voll ein. Die Österreichische Arbeiterkammer (AK) warnt vor Betrugsmaschen in Zusammenhang mit der Buchungsplattform. Man kennt mittlerweile als booking.com Scam. Wie man sich davor schützen kann.
Wie funktioniert der booking.com Scam?
Zunächst beginnt es harmlos mit einer E-Mail, die so aussieht, als ob sie entweder von der Plattform direkt oder vom gebuchten Hotel stamme. Darin werden die Reisenden aufgefordert, Kreditkarten- oder Buchungsdaten via Link zu bestätigen. Andernfalls werde die Reise storniert, so die Ankündigung. Wer sich verleiten lässt und dem Link folgt, öffnet Betrügern damit Tür und Tor. Die Probleme, die man sich damit einfangen kann, reichen vom Eindringen in den eigenen Computer bzw. die Cloud bis zum leergeräumten Konto.


Das Problem: Die E-Mails sind leider gut gemacht und sehen unverdächtig aus. AK-Konsument:innenschützerin Gerda Heilegger kennt das Problem: „Die E-Mails stammen von Kriminellen. Sie geben sich als gebuchte Unterkunft aus und verlinken auf oft täuschend echt aussehende Webseiten. Die E-Mails wirken vertrauenswürdig, weil die korrekten persönlichen Daten und Reisedaten enthalten sind.“ Dabei handelt es sich um Informationen, die Kriminelle Anfang des Jahres erbeutet haben.
Wie man sich vor Betrug schützt
Oft haben Reisende nur eine kurze Frist für die angebliche Bestätigung; das setzt zusätzlich unter Druck. Schließlich möchte man ja seinen langersehnten und hochverdienten Urlaub nicht gefährden. Ist man erst einmal hereingefallen, ist es schwierig, den Schaden wieder rückgängig zu machen. Grundsätzlich sollte man daher nie auf Links klicken, die einen zur Dateneingabe auffordern. Lieber vorher beim Unternehmen nachschauen und im Fall von booking.com direkt im Profilbereich der Plattform den Status der Buchung überprüfen!


Verwenden Sie zur Kommunikation nur Kontaktdaten, die Sie selbst recherchiert haben, etwa die Telefonnummer oder E-Mail Adresse des betreffenden Hotels oder die offiziellen Supports der Buchungswebsite. Sollten Sie schon Opfer geworden sein, unbedingt sofort die Kreditkarte sperren lassen, die Bank verständigen und eine Rückbuchung versuchen zu veranlassen. Sichern Sie mittels Screenshots und Ausdrucken die Beweise für eine Anzeige bei der Polizei. Auch die AK hilft: Verweigert eine Bank bei Online-Bankingbetrug die Erstattung des Schadens, wenden Sie sich an eine Konsument:innenschutzeinrichtung.