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Turracher Höhe, Wandern am Schwarzsee Turracher Höhe, Wandern am Schwarzsee

Hitze in der Stadt, Sommerfrische am Berg

Wandern am Schwarzsee, © Attisani

Wien: Brütende Hitze bei bis zu 35 Grad. Turracherhöhe: Sanfte Brise bei 23 Grad. Während im Tal vor den Gefahren der Hitzewelle gewarnt wird, schnürt man im “Dreiländereck” Kärnten, Steiermark und Salzburg fidel die Wanderschuhe.

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Mountainbike-Fans und elektromotorisierte Genussradelden schwingen sich auf ihre Strecken. Indes ist in den meisten Teilen Österreichs angesagt, sich möglichst wenig draußen zu bewegen. Oder ganz auf Sport zu verzichten. 2026 erlebt die Sommerfrische am Berg ihre große Renaissance.

Einchecken zur Sommerfrische am Berg

Mit jedem Kilometer, den wir die Turracherhöhe hinauffahren, fällt die Außentemperatur, die das Thermometer im Auto anzeigt. Schnell sind wir bei einer höchst angenehmen Juni-Temperatur angekommen und steigen bei Sonnenschein und 22 Grad am Parkplatz des Hotel Hochschober aus. Dieser liegt auf 1763 Metern Seehöhe.

E-Bike Touren, Hotel Hochschober
© Hotel Hochschober
E-Bike Touren, Hotel Hochschober
© Hotel Hochschober

Der Hochschober weiß um seine ideale Lage Sommer wie Winter und lässt aktuell wissen: “Wien schwitzt. Graz glüht. Salzburg flimmert. Auf der Turracher Höhe genießen Sie frische Bergluft.” Und das ist kein netter Werbeslogan, sondern Tatsache. Hier lassen sich die heißen Tage ganz entspannt aussitzen. Das ist sofort klar. Das Vier-Stern-Superior-Haus empfängt seine Gäste mit kühlem Bergquellwasser oder einem Gläschen Sekt. Schnell geht es auf das kürzlich frisch renovierte Zimmer. Es gibt uns mit dem bunt bestickten Bett-Haupt und den Kissen am Sofa sofort Schweden-Vibes. Damit sorgt es zumindest gefühlt für noch mehr angenehme Kühle.

Erkerzimmer, Hotel Hochschober
© Hotel Hochschober
Erkerzimmer, Hotel Hochschober
© Hotel Hochschober

Yoga am Berg, Abkühlung im See

Neben der Erholung spielt Bewegung eine zentrale Rolle auf der Turracherhöhe. Im mystischen Zirbenwald wandert, wer den Duft von Nadeln, Holz und Zapfen in der Nase liebt. Bergsteiger erklimmen die umliegenden Höhen und auch sanfte Bewegung steht auf dem Programm.

Hotel Hochschober, Waldvilla
© Hotel Hochschober
Hotel Hochschober, Waldvilla
© Hotel Hochschober

Der Hochschober mit seiner Asien-Affinität (wir sagen nur “China-Turm”, wo wir uns eine fabelhafte Massage gegönnt haben) legt einen Schwerpunkt auf Yoga am Berg. Ob Chakren-Yoga, Glücksyoga, Hatha-Yoga, Kundalini-Yoga, Vinyasa-Yoga oder Yoga & Detox – sie alle lassen sich in der (klimatisierten!) Waldvilla und an friedvollen Übungsplätzen in der Natur praktizieren.

Hotel Hochschober
© Hotel Hochschober
Hotel Hochschober
© Hotel Hochschober

Was uns auffällt: Während andere Häuser Yoga-Retreats extra berechnen, gibt’s das volle Programm mit bis zu drei Einheiten täglich im Hochschober einfach on top. Wer nach dem Sport Abkühlung sucht, findet diese nach einem Sprung in den Turracher See. Der ist schön, aber auch frisch. Glücklicherweise ist da noch das See-Bad, in dem das Wasser ganzjährig wärmer als der umgebende Bergsee ist.

Feine Temperaturen im Biosphärenpark Nockberge

Im Hotel Hochschober treffen wir Dieter Rossmann. Der “Kärnten-Beauftragte” für den UNESCO Biospärenpark Nockberge, an dem sich auch die Steiermark und Salzburg Anteil haben, spricht über die historische Kulturlandschaft. Beeindruckend: ihre große Artenvielfalt bei Flora und Fauna. Er sagt: “Das Klima in diesen Bergen bietet ideale Lebensbedingungen für unseren Charakterbaum, die Zirbe.” Außerdem fühlt sich der Speik hier wohl. Dabei handelt es sich um eine endemische Pflanze aus der Familie der Baldrian-Gewächse.

Hotel Hochschober
© Hotel Hochschober
Hotel Hochschober
© Hotel Hochschober

Welche Tiere sich hier tummeln? Neben Rothirsch, Gämse und Murmeltier findet sich der rare Auerhahn, das Steinhuhn oder der Tannenhäher. Der müsste eigentlich Zirbenhäher heißen. Weil er bis zu 100.000 reife Zirbennüsse im Zuge seiner Vorratshaltung versteckt. “Die findet er zielsicher wieder, während ich zwei Tage brauch’, um meine Autoschlüssel zu finden”, sagt Rossmann und lacht.

Verantwortung mitten in der Natur

Was bedeutet es für ein Hotel wie den Hochschober, von Natur umgeben zu sein? Im Sinne der Nachhaltigkeit setzen Karin Leeb und Martin Klein auf kurze Lieferwege, so wenig Kunststoff wie möglich, Abfallvermeidung, Gewerke aus der Region, Wasserenergie und Modernisierungsmaßnahmen an Heizungs- und Luftreinigungsanlagen. Diese sparen pro Jahr rund 164 Tonnen CO₂. Apropos heimische Handwerker: Sie waren es auch, die den größten Teil der Erweiterung des Spa-Bereichs gestemmt haben. “In nur acht Wochen haben wir um 1000 Quadratmeter erweitert”, sagt Leeb.

Hotel Hochschober, Karin Leeb und Martin Klein
Karin Leeb und Martin Klein, © Hotel Hochschober
Karin Leeb und Martin Klein, © Hotel Hochschober
Karin Leeb und Martin Klein, © Hotel Hochschober

Was Gäste nun neu vorfinden? Eine erweiterte Arena-Sauna samt Event-Sauna etwa. Dann erklärt Klein, dass noch vor 15 Jahren lediglich zehn Prozent der Gäste die Saunen genutzt hätten. “Heute sind es 70 Prozent, die Wert auf eine Saunalandschaft legen und diese auch besuchen”, sagt er. Am Seeufer gibt’s eine neu gestaltete Liegewiese; Ruhesuchende werden in den Ruheräumen namens “Schlafsack” fündig. Parallel dazu entsteht gerade ein neues Mitarbeitenden-Haus. Und das in nachhaltiger Holzmodul-Bauweise.

Sommerfrische am Berg – was steckt dahinter?

Waldvilla, Hotel Hochschober
© Lukas Ilgner
Waldvilla, Hotel Hochschober
© Lukas Ilgner

Ursprünglich wurde mit dem Begriff Sommerfrische der sommerliche Erholungsaufenthalt der Städter auf dem Lande bezeichnet. Dazu gehört auch der traditionelle Brauch des Adels und der Künstler, im Sommer von der Stadt auf das Domizil am Land umzusiedeln. Und 2026? Versteht man die “gute alte Zeit” nur zu gut. Übrigens hat der Hochschober schon 2023 Besuch von uns bekommen. Was wir bei unserem Aufenthalt erlebt haben, lest ihr in unserer Review.



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