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Direktflug auf die Malediven, Beond Direktflug auf die Malediven, Beond

Jetzt aus Europa direkt auf die Malediven fliegen: Ist Beond die Lösung?

© Beond

Die Malediven sind nach wie vor eines der großen Traumziele für Reisende aus Europa. Bislang waren sie vor allem über die Drehkreuze im nahen Osten, etwa Dubai, erreichbar. Aufgrund der aktuellen geopolitischen Situation zögern Gäste daher, sich auf ins Inselparadies zu machen. Die Lösung? Direktflüge aus Europa, so wie sie zum Beispiel Austrian Airlines ab Wien oder die Lufthansa aus Frankrfurt anbieten. Wer ganz business will und in der Wahl des Abflugortes relativ flexibel ist, kann auch den Anbieter Beond ins Auge fassen.

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Die erste Business Class Airline der Welt

Seit Oktober 2023 ist die Airline mit Sitz auf den Malediven bereits im Einsatz. Das Versprechen ist simpel: Im Flugzeug, das komplett auf eine Business Class Konfiguration setzt, soll der Urlaub bereits beginnen. Luxuriös ausgestattet und mit insgesamt nur 44 Gästen an Bord genießt man Ruhe, Platz und top Technik, etwa Headsets von Bose und iPads statt integrierter Sitz-Bildschirme. Auch in Sachen Service und Kulinarik versprach man, höchste Standards zu setzen. In der Theorie klingt das Konzept von Beond ja tatsächlich verlockend. Schließlich waren die Preise mit ab ca. € 2.000,– pro Person nicht Out of this World.

Beond Airline
© Beond
Beond Seating
© Beond

Letztes Jahr konnten wir uns selbst davon überzeugen und mit Beond direkt auf die Malediven fliegen. Also, “direkt” im Sinne von: “aus Europa und ohne in Dubai aussteigen zu müssen.” Hier macht sich schon das erste “aber” bemerkbar. Wer mit Beond fliegt, startet während der wärmeren Monate aus Mailand (MXP) oder Zürich (ZRH). Im Winterflugplan stoßen als Abflughäfen London (LHR), München (MUC) und Paris (CDG) dazu. Heißt: Wer aus Wien fliegen will, muss erstmal zum Abflughafen.

Erlebnis an Bord

Das Erlebnis an Bord erlebten wir während unseres Testes als gemischt. Vor allem die Besatzung am Weg von Zürich auf die Malediven verströmte eher Cluburlaubs-Animateur-Feeling als gediegene Eleganz. Gesprochen wurde mit einem von oben herab (physisch), und obwohl das Flugzeug nichtmal halb voll war, gab es schon nach einigen Reihen nicht mehr die komplette Essensauswahl. Der Wein war zu warm, das Diet Coke kommt in Mini-Dosen und das Essen war erst um 21 Uhr 30, Stunden nach dem Abflug, bereit. So wirklich Ruhe konnte in der Kabine auch nicht einkehren, weil das Personal ständig die Overhead Compartments auf und zu knallte. Mal auf der Suche nach Wasser, mal auf der Suche nach Kopfhörern.

Beond Airline
© Beond
Beond Airline
© Beond

Apropos Kopfhörer: Die Ausstattung zumindest ist in der Optik ganz gut gelungen. Im Praxistest wird aber schnell klar, dass man in einer “herkömmlichen” Business Class, etwa von Emirates, deutlich mehr Platz hat, weil man seine Sachen ordentlich rund um sich selbst verstauen kann. Die umfunktionierten Ryanair Maschinen sind halt “nur” A319er, wodurch das Platzangebot ohnedies begrenzt ist. Das merkt man spätestens auf der Toilette, die nicht sehr groß ausgefallen ist. Als relativ unpraktisch erweisen sich die iPads, die – so sie denn funktionieren – dazu gedacht sind, als Entertainment Center zu fungieren. Allerdings mit einem überaus überschaubaren Film-Angebot.

AMenities
© Beond
Amenities
© Beond

Zwischenstopp in Dubai

WLAN gibt es Keines. Vor allem für jene Reisenden, die den Flug gerne zum Arbeiten nutzen würden, sind damit aufgeschmissen. Was sogar günstige Airliens und Buchungsklassen schaffen, ist bei Beond noch nicht angekommen. Was auf den ersten Blick vielleicht auch nicht jeder sieht oder bei einer Buchung bedenkt: Die kleinen Maschinen müssen einen Zwischenstopp zum Tanken einlegen. Bislang war der in Dubai. Der Tankstopp dauert nur etwa ein halbe Stunde, Passagiere bleiben einfach sitzen. In der aktuellen Situation vielleicht aber ein weiterer Dealbreaker.

Essen bei Beond
© Beond
Beond Essen
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Eine weitere Unwägbarkeit scheint der Fluplan zu sein. Auch unsere Reise wurde einmal verschoben, Gäste vergleichen eine Buchung bei Beond mit “Lottospielen” (travelnews.ch). Das Service scheint also nicht nur am Himmel noch Luft nach oben zu haben, sondern auch dann, wenn Flüge verschoben oder annuliert werden. Weil die Airline ihren Hauptsitz auf den Malediven hat, greift hier nämlich auch die europäischen Fluggastrechteverordnung nicht.

Expansionspläne von Beond

Die Beschwerden scheint man mittlerweile gut in Griff zu bekommen haben, die Airline ließ ausrichten, dass man Rückerstattungsprozesse mittlerweile vereinfacht habe und Ansprüche schneller abarbeiten könne. Ab Dezember 2026 stoßen dann eben CDG und LHR als zusätzliche Abflughäfen dazu. Drei Mal pro Woche soll es nach Malé gehen, zum Einsatz kommen umfunktionierte A321 Maschinen. Geplant ist weiters, dass die Verbindungen von München auf vier pro Woche und von Zürich auf fünf pro Woche ausgeweitet werden.

Beond Interior
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Beond Seating
© Beond

Was ist nun der größte Vorteil von Beond? Die Maschinen sind klein, wodurch sich wenig Gäste an Bord befinden. Das Boarding geht daher recht flott. Während der Langstrecke nicht umsteigen zu müssen, ist auch ganz praktisch, der Preis und die abendlichen Flugzeiten sprechen auch für Beond. Ehrlicherweise würden wir derzeit aber einen Direktflug ab Wien mit Austrian Airlines bevorzugen. Und wenn sich alles wieder beruhigt hat, freuen wir uns wieder auf den Emirates Komfort. Grundsätzlich hat Beond aber durchaus Potenzial, weshalb wir hoffen, dass sich demnächst gewisse Kinderkrankheiten etwas ausgewachsen haben.



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