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Heart Attack Grill® Heart Attack Grill®

Der Heart Attack Grill® in Las Vegas hat geschlossen

© Heart Attack Grill®

Kaum jemand, der zum ersten Mal durch die Fremont Street geschlendert ist, blieb nicht zumindest vor dem Heart Attack Grill® in Las Vegas stehen. Schon das, was man von außen erkennen konnte, war einfach zu faszinierend: Ein Restaurant, das schwer übergewichtigen Menschen das Essen schenkt, Kellnerinnen im Krankenschwester-Outfit beschäftigt und einen Burger mit 20.000 Kalorien (Octuple Bypass Burger®) auf der Speisekarte hat.

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Dazu Shakes aus Butter. Bekannt aus Film und Fernsehen, hat nun aber nach 15 Jahren im Geschäft der Heart Attack Grill® geschlossen. Für immer. Was die offiziellen Gründe sind – und was die wahrscheinlicheren.

Was war so besonders am Heart Attack Grill®?

Normalerweise berichten wir an dieser Stelle ja eher über Restaurants und Lokale, die gerade erst aufgemacht haben. In diesem Fall machen wir eine Ausnahme. Schließlich war für viele Las Vegas Fans der Heart Attack Grill® eine Ikone. Bekannt aus Film und Fernsehen eher als aus eigenen Erfahrungen. Letztere zu machen, war auch nicht unbedingt des Essens wegen ein Vergnügen. “Das war Kult da drin, auch wenn das Essen fürchterlich war“, sagt unser Leser Christian W.

Heart Attack Gril®
Double Bypass Burger mit Pommes und mexikanischer Cola – weil die mehr Zuckergehalt hat. © Heart Attack Grill®
Heart Attack Grill®
Double Bypass Burger mit Pommes und mexikanischer Cola – weil die mehr Zuckergehalt hat. © Heart Attack Grill®

Wenn es nicht das Essen war, was machte dann den Fame des Restaurants aus? Die Show rundherum. Eben die Kellnerinnen im Krankenschwestern-Outfit. Der freche Move, mit dem ungesündesten Essen der Welt zu werben und damit Rekorde zu brechen. Die Krankenhaus-Outfits, die Gäste bekamen. Und die Schläge, wenn sie nicht aufaßen. Sämtliche Filmcrews waren da, von Galileo, an das man sich eventuell im deutschsprachigen Raum noch erinnert, bis zu allen größeren amerikanischen Fernsehanstalten. Was die meisten nicht wussten: Das Restaurant in der Fremont Street war bereits die dritte Location des Gründers Jon Basso.

Kleine Geschichte des umstrittensten Restaurants der Welt

Er hatte die Idee zu einem Restaurant mit “Essen, das schockierend ungesund ist” bereits im Jahr 2005. Damals eröffnete Basso seinen ersten Heart Attack Grill® in Tempe, Arizona. Dieser Dependance war immerhin ein Dasein von rund sechs Jahren beschieden. Sie schloss im Mai 2011. Zur selben Zeit eröffnete in Dallas, Texas eine weitere Location. Sie hielt sich gerade einmal vier Monate; das Lokal wurde im Oktober 2011 zwangsgeräumt, weil Basso die Miete nicht zahlte.

© Heart Attack Grill®
© Heart Attack Grill®
Heart Attack Grill Las Vegas
© Heart Attack Grill®

Vielleicht hat er das aber auch einfach vergessen, denn ebenfalls im Oktober 2011 eröffnete die Dependance auf der Freemont Street in Las Vegas. Im Jahr 2012 passierte, was das Restaurant schon lange versprach: ein Herzinfarkt. Tatsächlich überlebte der Gast aber, er wurde ins Krankenhaus gebracht. Ironischerweise machten Touristen Fotos vom Unglück. Sie hielten die Aktion für einen PR Stunt. 2013 starb ein Stammgast an einem Herzinfarkt, während er vor dem Restaurant auf den Bus wartete.

© Heart Attack Grill®
© Heart Attack Grill®
© Heart Attack Grill®
© Heart Attack Grill®

Warum hat der Heart Attack Grill® geschlossen?

Es waren aber nicht die Skandale, die dem Heart Attack Grill® letztlich einen Herzstillstand verpassten. Laut Eigentümer Basso seien die Casinos daran Schuld, dass er seinen Mietvertrag nicht mehr verlängert hat. Denn sie würden “den Durchschnittsbürger von der durch und durch amerikanischen Erfahrung leistbaren Genusses” ausschließen. Er spricht von Corporate Greed, der die Seele von Las Vegas ersetzt habe.

Heart Attack Grill von außen
© The Chill Report
Heart Attack Grill von außen
© The Chill Report

Natürlich ist es leicht, die Schuld auf die großen Casinos und Resorts zu schieben. Ja, auch Las Vegas hat sich verändert. Aber gleichzeitig ist auch das Angebot wirklich guter Restaurants durch die Decke geschossen. Man bekommt mittlerweile unglaublich gutes Essen, mit frischen Zutaten und Küchen aus allen Ländern der Welt. Niemand muss sich mehr mit unterdurchschnittlichen, fettigen Burgern zufrieden geben. Die Basso übrigens ja auch nicht verschenkt hat. Vielleicht liegt es also auch an der generell fehlenden Nachfrage nach seinem Produkt? Angeblich arbeitet er aber schon an etwas Neuem. Man darf gespannt bleiben.



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