Der Zeitpunkt, an dem ImmoScout24.at seine neueste Pressemitteilung schickt, könnte besser nicht sein. Denn über mir bewegt sich mein Nachbar durch die Wohnung. Obwohl er eine eher zarte und sehr nette Gestalt ist, hört sich das dank der Bausubstanz in unserem Haus eher so an als würde sich ein Nilpferd im Ballett versuchen.
Versteht micht nicht falsch. Ich mag meinen Nachbarn. Es sind auch nicht besonders laute Nachbarn. Aber besonders wenn ich mich konzentrieren muss, sind meine Noise Cancelling Köpfhörer ein Segen. Wie die neueste ImmoScout24.at Umfrage zeigt, bin ich in der Hinsicht nicht das einzige empfindsame Pflänzchen.
Laute Nachbarn als Störfaktor
Insgesamt 500 in Österreich lebende Menschen bat man um ihre Einschätzung. Das Ergebnis könnte eindeutiger nicht sein. 8 von 10 Befragten stören sich an Lärm. Laute Musik, Schritte, Trampeln, brüllende Kinder, Lärm im Stiegenhaus und Geräusche von Bauarbeiten werden dabei am häufigsten genannt. Bemerkenswert: Österreich ist Kinderlärm gegenüber toleranter als angenommen. Daran stören sich nämlich “nur” 18 Prozent der Umfrageteilnehmenden. Kinderlose Haushalte stören sich daran natrugemäß eher als Haushalte mit Kindern.


Streit, Baulärm und Straßenlärm rangieren jeweils im Bereich der 30-Prozentmarke. Je nach Alter unterscheidet sich auch, von welcher Art von Lärm sich Menschen hierzulande gestört fühlen. Je jünger, desto empfindsamer reagieren wir auf Baulärm, Schritte und Trampeln. Ab 50 Jahren ist ziehen eher laute Musik oder lautes Telefonieren den Unmut auf sich. Einig ist sich das Land hinsichtlich Lärm von Haustieren. Der stört nämlich gerade mal 6 Prozent der Befragten.
Wenn’s stinkt
Eine weitere bemerkenswerte Erkenntnis aus der repräsentativen Umfrage: Knapp die Hälfte der Menschen (47 Prozent) stört sich hierzulande an unangenehmen Gerüchen. Erstaunlich, denn wer freut sich schon, wenn’s stinkt? 34 Prozent fühlen sich von Müllgerüchen in ihrer Wohnqualität beeinflusst, landwirtschaftliche Gerüche (13 Prozent), Essensgerüche und Gerüche von Industrie, Gastronomie und Gewerbe (12 Prozent) liegen eher auf den hinteren Plätzen.


“Irgendwie beruhigend”, denke ich, während ich meinen Brokkoli aus dem Ofen hole und hoffe, dass mein Nachbar zu den 88 Prozent gehört, die sich nicht an Essensdüften stoßen. Was stört euch am allermeisten? Laute Nachbarn? Der Weed-Geruch vom Balkon nebenan? Lasst es uns in den Kommentaren wissen!