Den Wiener Nobelbezirk Döbling kennt man nicht unbedingt wegen seiner innovativen Konzepte. Im Gegenteil. Zwischen Weinbergen und traditionsreichen Heurigen und entlang der eleganten Wohnstraßen ticken die Uhren etwas langsamer als etwa in der Innenstadt. Reizvoll ist die Gegend aber allemal. Sogar so sehr, dass die Hospitality Marke Bob W ausgerechnet den 19. für sein erstes Hotel in Österreich wählte.
“Döbling schien uns der richtige Ort für unser erstes Zuhause in Österreich, da das Viertel eine eigene Identität hat. Die Weinberge, die Architektur sowie die ansässigen Künstler und Unternehmen verleihen Döbling einen ganz besonderen Charakter”, sagt Niko Karstikko, Geschäftsführer und Mitbegründer von Bob W. Zwar ist Döbling kein Viertel, aber mit allem anderen hat der Finne Recht.
Was ist an Bob W anders als bei anderen Hotels?
Im Jahr 2019 von Niko Karstikko und Sebastian Emberger gegründet, soll Bob W die Lücke zwischen traditioneller Kurzzeitvermietung und klassischen Mainstream-Hotels schließen. Die klimatisierten Studios und Apartments verfügen über eine eigene Küchenzeile, im Haus gibt es eine offene Lounge in der Lobby, Co-working-Spaces und eine Waschküche.


Man merkt: Auch auf Langzeitaufenthalte ist man hier bestens eingestellt. Wer gern Frühstück inklusive hätte, kann das schon beim Buchungsprozess dazubestellen. Serviert wird es ihm nahegelegenen El Cafe. Auch in Sachen Fitness verlässt man sich auf eine Partnerschaft mit einem lokalen Anbieter. Auf eine klassische Rezeption und Hotelmitarbeitende vor Ort verzichtet man komplett. Check-in, Check-out, Türöffnung und Gästebetreuung funktionieren digital.
Angekommen in der Nachbarschaft
Jeder Bob W Standort, und davon gibt es mittlerweile 21 in ganz Europa, möchte die Nachbarschaft mit an Bord holen. Für das Bob W in Wien Döbling schuf daher die Künstlerin und Produktdesignerin Yvonne Rausch eigene Keramikobjekte. Der Fotograf Peter Neusser steuerte großformatige Bilder der Wiener Weinberge bei. Warme Materialien, satte Farben und haptische Details prägen das Interior Design. Es entstand in Zusammenarbeit mit Carl Fischer und Jonas Gorke von Drees & Sommer.


Gästen, die nicht unbedingt Wert auf eine Interaktion mit Menschen vor Ort legen, erspart man diese in den Häusern von Bob W komplett. Es gibt keine klassischen Hotelmitarbeitenden, auch der Support erfolgt via Smartphone-Chat. Zugegeben: das muss man mögen. Schließlich ist für viele Reisende das Gefühl, umsorgt zu werden, wesentlicher Bestandteil eines Urlaubs. Wer darauf verzichten kann, ist hier aber richtig. Trotz des starken Fokus auf KI und Technologie möchte man die Umwelt nicht aus dem Auge behalten. Bob W unternimmt daher viele Schritte, um den Umweltfußabdruck zu verkleinern. Zu den Maßnahmen zählen eine Photovoltaikanlage auf dem Dach, eine Wärmepumpe, eine begrünte Fassade, wassersparende Armaturen, Emissions-Kompensation und die Unterstützung von Nachhaltigkeitsinitiativen auf der ganzen Welt.