Ja, gut. Man braucht für eine Winterwanderung eigentlich nicht viel mehr als irgendeinen Weg und ein bisschen Winter dazu. Aber natürlich kann man das toppen, hinsichtlich Atmosphäre und Anspruch. Und Kulisse. In dieser Hinsicht ganz vorn dabei sind natürlich die Dolomiten in Italien. Und mittendrin: das wunderschöne Val di Fassa, auch als Fassatal bekannt. Hier hebt man Spaziergänge im Schnee auf ein neues Niveau.
Mit Herz dabei
Es gibt nämlich insgesamt fünfundzwanzig Wanderwege zwischen Talboden, Mittelgebirge und Höhenlagen. Diese überwacht man von Anfang Dezember bis Anfang April aktiv, außerdem sorgt man dafür, dass diese perfekt präpariert sind. Die Besonderheit: Im Val di Fassa passiert das ohne technische Hilfsmittel. Statt dessen kommen Schneeschuhe und Muskelkraft zum Einsatz. Innerhalb von 24 und 48 Stunden nach dem Schneefall rückt man aus und tritt die weiße Pracht fest, so dass ein Begehen bequem möglich ist.


“Die Zahl der Gäste, die während ihres Winterurlaubs neben dem Skifahren auch andere Erlebnisse in der Region genießen, nimmt zu”, erklärt Nicolò Weiss. Der Direktor des Tourismusverbandes Val di Fassa weiß, dass die Suche nach Entschleunigung zunimmt. Und was könnte da besser passen, als eine Wanderung durch die atemberaubende Natur? Die Dolomiten-Kulisse samt Marmolata und Rosengarten macht das Val di Fassa ebenso zu einer perfekten Destination für Winterwanderungen wie die liebevolle Vorbereitung der Wanderwege. Aktuelle Karten bekommen Gäste im Tourismusbüro Val di Fassa.
Warum Winterwanderungen so gesund sind
Tatsächlich gibt es kaum eine Aktivität, die im Winter gesünder ist als Winterwandern. Denn aktuell bekommen wir ohnehin viel zu wenig Tageslicht und gehen mit ziemlicher Sicherheit mit einem Vitamin D-Mangel durchs Leben. Das wirkt sich negativ auf die Laune aus, auf den Knochenstoffwechsel und sogar aufs Immunsystem. Rausgehen hilft! Außerdem bauen wir bei Bewegung an der frischen Luft Stress ab und regen den Kreislauf an. Die Schleimhäute bekommen eine Pause von trockener Heizungsluft und wir können so richtig durchatmen.


Im Vergleich zu anderen Wintersportarten, etwa Skifahren oder Snowboarden, ist Winterwandern gelenkschonend. Außerdem ist das Risiko, sich beim Winterwandern zu verletzen weitaus geringer. Destinationen fürs Winterwandern findet man eigentlich überall, wo es Spazierwege gibt; wer betreute Strecken wie im Val di Fassa wählt, kann sicher sein, dass die Wege nicht gefährlich sind. Wichtig ist, geeignetes Schuhwerk zu wählen, warme Getränke mitzuführen und sich im Zwiebellook adäquat zu kleiden. Dann kann’s schon losgehen!