Ende Oktober. Vollmond, Finsternis, mordende Serienkiller und schöne Menschen als potenziell schirche Opfer: Gruselfilme haben jetzt wieder Hochsaison. Und weil die 80er, 90er und Jahre davor nicht nur in der Mode ein Revival feiern, sondern auch im Film, sehen wir uns heute an, welche Halloween Klassiker man unbedingt gesehen haben muss. Auch, oder vielleicht sogar weil die Special Effects damals noch hausgemacht waren und Horror auf einer ganz anderen Ebene funktionierte. Holt das Popcorn, startet den Stream und schaut folgende Halloween Klassiker in diesem Jahr:
“Psycho” von Alfred Hitchcock – 1960
Die Story: Die Sekretärin Marion Crane (Janet Leigh) stiehlt von ohrem Boss 40.000 Dollar in bar. Sie will damit fliehen, doch als ein Unwetter aufzieht, macht sie Halt im einsam gelegenen Bates Motel. Der schüchterne Eigentümer Norman Bates (Anthony Perkins) wohnt mit seiner tyrannischen Mutter im Haus hinter dem Motel. Marion isst mit Norman zu Abend, ohne zu ahnen, dass sie den nächsten Tag nicht mehr erleben würde …


Funfacts zu “Psycho”: Das Buch schrieb Robert Bloch, inspiriert von den Morden Eid Geins. Die Regie der Filmvariante übernahm Alfred Hitchcock. Das Budget war relativ gering, weshalb der sich dazu entschied, die Geschichte rund um das unheimliche Bates Motel in Schwarz-Weiß zu drehen. Während man mit der Farbe sparte, verhielt es sich mit der ikonischen Duschszene anders: Sie dauert nur drei Minuten, enthält aber 52 Schnitte und 78 Kamerapositionen. Statt Filmblut kam Schkokoladensirup zum Einsatz, weil das in Schwarz-Weiß “echter” wirkt.
“The Texas Chain Saw Massacre” von Tobe Hooper – 1974
Die Story: Fünf Teenager sind im Sommer 1973 durch Texas unterwegs. Sie bleiben mit dem Auto liegen, weil ihnen das Benzin ausgeht. Fatalerweise beschließen die Jugendlichen, in einem nahegelegenen Farmhaus um Hilfe zu bitten. Blöderweise lebt dort aber eine Kannibalen-Familie, angeführt von Sohn Leatherface. Es beginnt eine Horrornacht für die Teenager, die nur ein Mitglied der Gruppe überlebt …


Funfacts zu “Texas Chainsaw Massacre”: Mittlerweile gibt es neun verschiedene Filme des Franchises, dabei war schon das Original überaus erfolgreich. Geworben wurde mit der (erfundenen!) Aussage, dass es sich um eine wahre Begebenheit handle. Die Atmosphäre ist geladen und Horror pur, obwohl eigentlich eher wenig Gewalt gezeigt wird. Der Film gilt daher als Meisterwerk. Er wurde in die Sammlung des MoMa (Museum of Modern Art) aufgenommen.
“Halloween” von John Carpenter – 1978
Die Story: Am Halloween-Abend 1963 ersticht der sechsjährige Michael Myers seine ältere Schwester, woraufhin er in die Psychiatrie eingewiesen wird. 15 Jahre später gelingt ihm die Flucht. Er kehrt nach Hause zurück und beginnt, Teenager abzustechen. Verkleidet mit einer weißen, emotionslosen Maske. Laurie Strode (Jamie Lee Curtis) gelingt es, ihm zu entkommen.


Funfacts zu “Halloween”: John Carpenter hatte ein mickriges Budget zur Verfügung, weshalb er den ikonischen Soundtrack einfach selbst komponierte. Er wollte die damals noch unbekannte Jamie Lee Curtis, weil ihre Mutter, Janet Leigh, aus “Psycho” weltbekannt war. Ihr Casting war eine Art Marketing-Gag. Dass in “Psycho” ein Sam Loomis vorkommt und in “Halloween” ebenfalls, ist wohl auch kein Zufall. Das Franchise umfasst derzeit 13 Filme.

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“Freitag der 13.” von Sean S. Cunningham – 1980
Die Story: Rückblick ins Jahr 1958: In einem idyllischen Sommerlager in New Jersey werden zwei Betreuer ermordet. Das Camp wird geschlossen. Zeitsprung in die Gegenwart: Der neue Besitzer renoviert das Camp und eröffnet es wieder. Erneut kommt ein unheimlicher Killer und tötet Teenager. Manche davon auf besonders grausame Art. Am Ende ist nur eines sicher: “Er ist immer noch da …”


Funfacts zu “Freitag der 13.”: Jason Vorhees, den Killer mit der Eishockey-Maske, kennt mittlerweile jeder. Viele wissen jedoch nicht, dass er im ersten Teil des mittlerweile 12 Filme umfassenden Franchises gar nicht vorkommt. Aktuell ist übrigens auch ein Prequel als Serie, “Crystal Lake”, geplant. Dass er ein derartiger Erfolg an den Kinokassen wurde, war vor allem für Filmkritiker ein Fiasco. Sie hassten den Streifen, den Cunningham als Reaktion auf den Erfolg von John Carpenters “Halloween” geplant hatte.
“Nightmare on Elm Street” von Wes Craven – 1984
Die Story: Die Teenager der Stadt Springwood haben Albträume, in denen sie von einem brandversehrten Mann verfolgt werden. Er trägt einen gestreiften Pullover, einen Schlapphut und einen Handschuh mit Klingen. Als er Nancy Thompson (Heather Langenkamp) im Traum erwischt und aufschlitzt, wird sie tot und aufgeschlitzt im Bett gefunden. Die Teenager finden heraus, dass die Elterngeneration ein düsteres und tödliches Geheimnis rund um den Kindermörder Freddy Krueger (Robert Englund) hütet …


Funfacts zu “Nightmare on Elm Street”: Das Freddy-Franchise, derzeit bestehend aus 9 Filmen, war anders als andere Splatter der 1980er, weil erstmals der Horror in der Traumwelt stattfand. Erfolgreich wurden die Filme dennoch, auch weil sie spektakulär inszeniert waren. Für die Sterbeszene von Glen (Johnny Depp) kamen beispielsweise 1.900 Liter Kunstblut zum Einsatz, außerdem bauten die Effektdesigner ein rotierendes Zimmer, um das Blut effektvoll in Szene zu setzen. Der erste Teil war übrigens das Filmdebüt von Johnny Depp. Dass Freddys Pullover grün-rot gestreift ist, war auch kein Zufall. Wes Craven hatte gelesen, dass die Farbkombi im Gehirn Unbehagen auslöst.
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