Obwohl man bei Kürbissen und Kostümen eigentlich als erstes an die USA denkt, ist die Geburtsstätte des Festes in Wahrheit Irland. Und wo könnte man dann besser Halloween feiern als dort, wo das Fest vor 2.000 Jahren erfunden wurde? Die “grüne Insel” ist der Halloween Hotspot in Europa, auch wegen des Derry Halloween.
Dabei handelte es sich um eine Party, zu der mittlerweile über 100.000 Besuchende in die Statt kommen. Vom 28. Oktober bis 1. November 2026 steht die Jubiläumsausgabe unter dem Motto “It’s in Our Bones”. Was es alles zu erleben gibt.
Die Ursprünge von Halloween
Amerikanischer Import? Au contraire! Halloween ist ein irischer Export, den die Auswandernden im 19. Jahrhundert mit in die neue Heimat nahmen. Unter dem Namen Samhain (“sau-en”) feierten schon die alten Kelten den Übergang vom Sommer in die dunkle Jahreszeit. “Samhain steht für das Ende der Erntezeit und den Beginn des Winters”, erklärt Kelly Fitzgerald vom University College Dublin. “Es ist eng mit der Natur verbunden, ein Moment des Wandels.”


Man glaubte daran, dass in der Nacht vom 31. Oktober auf den 1. November die Grenze zwischen der Totenwelt und den Lebenden verschwimmt. Speisen wurden für die Geister bereitgestellt, in Rüben – nicht Kürbisse – schnitzte man Fratzen. Sie sollten umherziehende Geister abschrecken.
Púca Festival: Feuer am Berg
Die Landschaft, in der Samhain seinen Ursprung hat, liegt rund 50 Kilometer nordwestlich von Dublin. Es handelt sich um die Grafschaft Meath. In den Orten Trim und Athboy findet von 29. Oktober bis 1. November 2026 das Púca Festival statt. Unter dem Motto “Between Worlds” erleben Besuchende Konzerte, Erzälhabende, einen Erntemarkt und Feuerperformances. Herzstück ist das Entzünden des Samhain Feuers am 31. Oktober auf dem Hügel von Tlachtga, dem historischen Zentrum der Samhain-Feiern.
Was ist Derry Halloween?


Vor 40 Jahren verkleideten sich einige Stammgäste in einem Pub in Derry-Londonderry und schmissen eine Party. Diese wurde von Jahr zu Jahr größer. Heute kommen 100.000 Menschen zum Feiern. Unter dem Motto “It’s In Our Bones” gibt’s Luftakrobatik, Feuerperformances, Lichtinstallationen, eine Carnival Parade sowie ein Feuerwerk.
Halloween in Dublin
Rund drei Stunden entfernt findet sich mit der irischen Hauptstadt ein weiterer Halloween Hotspot. Da ist zum Beispiel der Glasnevin Cemetery. Rund 1,5 Millionen Menschen fanden hier bislang ihre letzte Ruhestätte. Bei den egelmäßigen Führungen oder bei einem Spaziergang im Nebel kann es schonmal zu Gänsehaut kommen. Danach unbedingt einen Abstecher in den Shop und ins Pub The Gravediggers einplanen! Letzteres ist in die Friedhofsmauer gebaut.


Bei Ghostbus Touren tingelt man im ziemlich gruselig hergerichteten Bus durch die Stadt und erfährt jede Menge Details aus der düsteren Stadtgeschichte. Nicht nur zum Glasnevin Cemetery geht es, sondern auch zum Hellfire Club. Oder eher: Zu den Überresten des ehemaligen Jagdschlosses mit der ziemlich gruseligen Geschichte und den angeblichen paranormalen Phänomenen.


Nicht nur Literaturfans sollten in der Marsh’s Library vorbeischauen. Die Bibliothek, die 1707 gegründet wurde, beherbergt über 25.000 Bücher. Zu seinen Stammbesuchenden zählte zwischen 1866 und 1867 auch Bram Stoker. Er las sich hier notwendiges Wissen an, um später Transsilvanien und Übernatürliches beschreiben zu können.
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