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Westendorf im Herbst Westendorf im Herbst

Golfen für Anfänger: Ein Hotspot, 14 Golfplätze in Tirol

© Mathäus Gartner

Beim ersten Abschlag fällt der kleine weiße Ball nur sieben, acht Meter weiter ins grüne, akkurat gemähte Gras. Also den Griff, mit dem die Hände den Schläger umschließen, noch einmal checken. Leicht in die Knie gehen, engagiert nach rechts hinten ausholen. Uuuund nach links vorne durchziehen.

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Der zweite Ball fliegt etwas weiter. Kasper Madsen nickt. Er korrigiert noch einmal die Körperhaltung und rät: “Locker! Nicht so verkrampft!” Zack, der nächste Ball hebt ab und erste Glücksgefühle stellen sich ein. Unsere Journalistin hat sich in Westendorf in Tirol zur Trainingsstunde begeben. Am Programm: Golfen für Anfänger und Anfängerinnen.

14 Golfplätze in nächster Nähe

Golfen für Anfänger in Tirol
© Mathäus Gartner
Golfen für Anfänger in Tirol
© Mathäus Gartner

Nicht nur Instagram ist voll damit. Golf trendet gerade unter jungen Menschen. Das bestätigt Christopher Scheiring vom Golfclub Kitzbüheler Alpen Westendorf und spitzt seine Beobachtung sogar noch zu: “Golf hyped extrem”, sagt er und erzählt, dass er selbst spielt, seit er ein kleiner Bub war. Den Golfplatz hatte der Tiroler damals direkt vor der Haustür. Die Begeisterung ist geblieben. Sie hat sich sogar bis zum Beruf gesteigert. Heute leitet Scheiring den Club in Westendorf. Dieser ist einer von insgesamt 14 Golfplätzen im Umkreis. Für golfende Gäste jeglichen Alters ist die Region rund um den Nobelort Kitzbühel, das Brixental und Kirchberg in Tirol also ein Eldorado.

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Bewegung, Natur, Konzentration

Apropos Alter: “Golf ist ein Sport von bis Kindesbeinen an bis ins hohe Alter. Im Endeffet ist Golfen ein Geschicklichkeitsspiel. Ich kenne keinen anderen Sport, den der Opa und das Enkelkind gemeinsam machen können”, sagt Christoph Scheiring. Rund vier Stunden dauert eine Golfrunde in Westendorf. Also sieht der Clubmanager es als Hobby, das Zeit braucht. Außerdem vergleicht er es mit einem ausgedehnten Spaziergang in riesigem Garten. Dass dieser adrett zurechtgestutzt und generell sehr attraktiv ist, versteht sich von selbst.

© Golfclub Kitzbüheler Alpen Westendorf
© Golfclub Kitzbüheler Alpen Westendorf
© Golfclub Kitzbüheler Alpen Westendorf
© Golfclub Kitzbüheler Alpen Westendorf

Warum Golf für immer jüngere Leute so ansprechend ist? “Dieser Sport ist einer der wenigen Gewinner der Pandemie”, lautet ein Grund für Scheiring. Plus: Gerade bei beruflich stark geforderten Frauen und Männern nimmt er wahr, dass während einer Golfrunde das Handy nicht gezückt wird. Im Gegenteil. “Golf ist so entspannend. Man muss sich voll konzentrieren und kann dabei ganz sicher nicht über E-Mails nachdenken.”

Weg mit den Klischees

Zurück zur ersten Golfstunde der Journalistin. Unter der Anleitung von Golflehrer Kasper Madsen fliegen die Bälle langsam etwas höher und weiter. Wenn auch auf niedrigem Anfängerinnen-Niveau. Spaß macht das Abschlagen auf der Driving Range allemal. “Golfen IST schwierig, längst nicht alle treffen gleich den Ball”, erzählt Madsen. Er ist nach seiner Profikarriere nach Tirol gekommen und bereits seit zwölf Jahren hier tätig. In den Teppich zu schlagen ist also keine Schande. Gut zu wissen.

Golflehrer Kasper Madsen
© Mathäus Gartner
Golflehrer Kasper Madsen
© Mathäus Gartner

Mit dem Klischee, dass sich am Grün nur Bankdirektoren tummeln, kann er nichts anfangen. “Wir haben coole Events, zum Beispiel ein Golf-Festival”, sagt er. Ideal für all jene, die zum ersten Mal Golf-Luft schnuppern und sich etwas über die Szene vor Ort informieren möchten. Einen Profi-Tipp hat Madsen auch parat – nicht nur für die Redakteurin. Die ist nach ihren allerersten Abschlägen begeistert und interessiert an “mehr vom Golfen”. Er rät: “Gerade am Anfang ist das Entscheidende nicht, perfekt zu spielen. Alle starten mit Handicap 54 und verbessern sich nach und nach in ihrem Tempo. Entscheidend ist, dass man schnell spielt. Auch, um andere nicht zu blockieren, indem man nur langsam von Loch zu Loch geht.” Anfängerinnen und Anfängern empfiehlt er daher, lieber abends (da ist es am Rasen ruhiger) zu spielen als morgens. Denn da machen sich die meisten auf den Weg über den Golfplatz.

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Golfen für Anfänger: Cool und leistbar

Christopher Scheiring, Clubmanager in Westendorf, heißt aktuell etliche neue Golferinnen und Golfer um die 20 Jahre willkommen. Die meisten “Neulinge” sind zwischen 35 und 40 Jahre alt. “Bei den Jungen geht’s viel um Community, da dürfen Golfplätze echt umdenken. Wir machen das, indem wir Welcome-Pakete anbieten, Schnuppermitgliedschaften und Afterwork-Events.” Das Motto dabei lautet, miteinander gegen den Platz zu spielen.

Ein paar Fakten aus Westendorf:

  • Eine Mitgliedschaft kostet im Jahr rund 500 Euro.
  • Das Material in Form eines Golfsets für Anfänger schlägt mit rund 300 Euro zu Buche. Nach oben hin sind keine Grenzen gesetzt – doch um diesen Dreh gibt es bereits gute Schläger für einen schwungvollen Start zu kaufen.
  • Über den Dresscode darf man sich vorab hier und auf jedem anderen Golfplatz gut informieren. Jeans und Ruderleiberl sind echte No-Gos, Stoffhosen und Shirts mit Kragen hingegen gefragt. Generell wird die Golfmode jünger und “lockerer”, doch Dresscodes bleiben.
  • Ein Platzreife-Kurs dauert rund vier Tage und ist erforderlich, um dann frei zu spielen und das Handicap zu verbessern.
  • Danach steht dem Golfgenuss nichts mehr im Wege.

    Was “den Jungen” laut Scheiring noch gut am Golfen gefällt, ist die Internationalität des Sports. Viele wählen ihre Urlaubsziele mittlerweile nach den schönsten Golfplätzen aus. Während beim Tennis der Court oft sehr gleich aussehe – mal sandrot, mal grasgrün – so gleiche kein Golfplatz auf der Welt dem anderen.

    Minglers Sportalm
    © Minglers Sportalm
    © Minglers Sportalm
    © Minglers Sportalm

    Golf und Genuss treffen Natur und Wellness

    Golfen als neuen Lieblingssport hat Julia Mingler-Haueis selbst erst vor sieben, acht Jahren entdeckt. Gemeinsam mit ihrem Mann Philipp Haueis und Freunden hat sie erst die Platzreife gemacht. Danach verbesserte sie ihr Handicap Schritt für Schritt. Als Gastgeberin in Minglers Sportalm und Mutter bleibt ihr aktuell nicht allzu viel Zeit, den Schläger zu schwingen. Die Begeisterung für den Sport kann sie aber allemal nachvollziehen. Dass von diesem charakterreichen Hotel in Kirchberg in Tirol aus acht Golfplätze schnell und einfach zu erreichen sind und die gesamte Region über insgesamt 14 Greens verfügt, ist für Minglers Gäste ein absolutes Entscheidungskriterium. Das sagt die Gastgeberin im Interview. “Außerdem treffen sich bei uns Menschen mit zwei Leidenschaften die für Golf und die für Genuss.”

    Philipp Haueis und Julia Mingler-Haueis
    Philipp Haueis und Julia Mingler-Haueis, © Minglers Sportalm
     Philipp Haueis und Julia Mingler-Haueis, © Minglers Sportalm
    Philipp Haueis und Julia Mingler-Haueis, © Minglers Sportalm

    Denn Minglers Sportalm, ein 4-Sterne-Superior-Hotel, ist Teil der Genießerhotel Selection. Küchenchef Bernhard Hochkogler kocht hier seit knapp 20 Jahren, aktuell auf drei-Hauben-Niveau. Sein Ziel ist, die Gäste im À-la-carte-Restaurants “Stubn 1972” Tirol mit allen Sinnen erleben zu lassen. Das ist auf der Webseite zu lesen. An dieser Stelle sei das ausgezeichnete Buffet aus Hochkoglers Küche erwähnt, an dem Hotelgäste morgens nicht nur feine regionale Köstlichkeiten finden. Abends wählen sie ihre Lieblingsgerichte aus dem täglich wechselnden Menü.

    Golf für Anfangende

    Lesetipp!

    “Golf” aus dem renommierten teNeues Verlag beschäftigt sich mit der angeblich stilvollsten Sportart der Welt in all ihren Facetten. Luxuriös aufgemacht, mit beeindruckenden Fotografien und viel Hintergrundwissen. Erhältlich um ca. € 100,–

    So ganz lässt sich das Haus übrigens nicht in eine Kategorie pressen. Auf dem Reißbrett ist es offensichtlich nicht entstanden. Zum urigen Teil gesellt sich ein Neubau im Boutiquehotel-Stil mit hellen, modernen Suiten. Freistehende Badewanne und Blick vom Balkon in die Alpen fehlen natürlich nicht. Seit wenigen Monaten können Schwimm-Fans den 17 Meter langen Panorama-Pool in mehr als fünf Metern Höhe vor der Kulisse der Tiroler Bergwelt genießen. Wer’s lieber kuschelig mag, wählt zwischen Saunen und Dampfbad. Kürzlich erreichten The Chill Report Neuigkeiten aus der Region: Der Tourismusverband Brixental hat mit Julia Mingler-Haueis eine neue Obfrau. Sie übernimmt nach einer Debatte um die Zukunft der Region.

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    Insidertipps zwischen Grasgrün und Schneeweiß

    Und so holen sich die Sportbegeisterten zwischen Rezeption und Frühstücksbuffet die besten Tipps zu den schönsten Plätzen rund um Kirchberg und Kitzbühel aus erster Hand ab. Diese stammen überwiegend aus Deutschland, Österreich und den Niederlanden. Während Julia Mingler-Haueis oft lieber im Hintergrund bleibt und sich um Buchhaltung und Strategisches kümmert, ist ihr Mann Philipp Haueis mit Begeisterung am Gast. Seine Herzlichkeit und seine Insider-Tipps fallen sofort auf. Und mit den Golfplätzen im Umkreis ist er bestens vernetzt. Wohin er gerade Anfängerinnen und Anfänger schicken kann, weiß er sofort.

    Minglers Sportalm
    Der neue Panorama-Pool mit Blick auf die sanften Berge Tirols. © Minglers Sportalm
    Der neue Panorama-Pool mit Blick auf die sanften Berge Tirols. © Minglers Sportalm
    Der neue Panorama-Pool mit Blick auf die sanften Berge Tirols. © Minglers Sportalm

    Die beschränken sich freilich nicht nur auf die warmen Jahreszeiten. Während die Golfsaison in etwa zwischen April und Oktober stattfindet, begrüßen die Minglers zur Skisaison ihre Gäste auf zwei Brettern. Neben einem der schönsten Skigebiete der Alpen samt Bergpanorama vom Wilden Kaiser bis zu den Gipfeln und Gletschern der Hohen Tauern genießen Gäste auch im Schneegestöber die Natur der Kitzbüheler Alpen. Praktisch: Minglers Sportalm liegt mitten in den Kitzbüheler Alpen. Somit ist sie der ideale Startpunkt für jeden Ausflug in die Natur – auch im Winter.



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