Wenn sich die Orient Express Corinthian im Juni 2026 auf zu ihrer Jungfernfahrt macht, ist das 220 Meter lange Schiff die größte Segelyacht der Welt. Sie soll neue Maßstäbe in Sachen umweltfreundliche Kreuzfahrten setzen und auf Routen durch die Karibik und das Mittelmeer unterwegs sein. Während sich Gäste dem Luxus an Bord hingeben dürfen, begleitet sie das gute Gewissen. Die Orient Express Corinthian kann nämlich dank fixem Segel und LNG-Betrieb nahezu emissionsfrei unterwegs sein.
Neue Ideen
Kreuzfahrt boomt nach wie vor als Urlaubskonzept. Gleichzeitig steigt aber auch die Nachfrage nach umweltfreundlichen Reisealternativen. Lange Zeit schien es, als ließen sich diese beiden Ideen nicht wirklich gut vereinbaren. Und dann auch noch Luxus rein bringen? Glücklicherweise stellen sich immer mehr Reedereien dieser Aufgabe. Unter ihnen Accor, Eigentümerin der Marke Orient Express. Das Unternehmen lässt derzeit bei Chantiers de l’Atlantique in Frankreich eine 220 Meter lange Segelyacht bauen, die sämtlichen Luxus und einen kleinen ökologischen Fußabdruck vereint.


140 Jahre nachdem die Marke erstmals den ikonischen Luxuszug auf Schiene brachte, folgt nun also mit der größten Segelyacht der Welt eine bemerkenswerte, und vor allem konsequente, Weiterführung des Markensanspruchs. Nur 54 Kabinen machen die große Segelyacht zu einem kleinen, schwimmenden Boutiquehotel mit Platz für nur 110 Reisende. Dank seines hybriden Antriebssystems, zu dem einerseits drei fixierte, 100 Meter hohe Segel und andererseits LNG-Antrieb für windlose Tage zählen, ist die Orient Express Corinthian nahezu emissionsfrei unterwegs.


Eines der nachhaltigsten Schiffe der Geschichte
Die Orient Express Corinthian bietet seinen Gästen an Bord ein außergewöhnliches Platzangebot. So genießt man von jeder Suite aus dank bodentiefer Fenster ungetrübte Ausblicke auf den Ozean. Die kleinsten Unterkünfte bieten immer noch 70 Quadratmeter, die Präsidentensuite hingegen offeriert 900 Quadratmeter Luxus. Und das ist tatsächlich kein Umrechnungsfehler.


Laut Unternehmen konzipierte man das Schiff als eine Art schwimmenden Palast. Entsprechend viel Wert legt man auf die Ausstattung, die das beste französischer Handwerkskunst zeigen soll. Kuratierte Kunstsammlungen, Glasarbeiten, Lichtkonzept und maßgefertigte Möbel sind nur einige der Beispiele. Zusätzlich zur unvergleichlichen Ästhetik gibt es natürlich auch noch weitere Features, die aus der Yacht etwas ganz Besonderes machen. Ein Guerlain-Spa, Fitness- und Yogaspaces, mehrere Pools, eine Bibliothek und eine Marina für Wassersport finden sich nämlich ebenfalls an Bord.


Genussmomente unterwegs
Selbstverständlich möchte man die Gäste auch in kulinarischer Hinsicht nach allen Regeln der Kunst verwöhnen. Keinen Geringeren als den mehrmals mit Michelin-Sternen gekrönten Starkoch Yannick Alléno holte man sich daher an Bord. An seinem La Table de l’Orient-Express genießen Gäste das Beste seiner Küche in atemberaubendem Ambiente. Zusätzlich bietet das Art Déco inspirierte La Terrasse Fine Dining, während L’Ecrin globale Küche und frische Meeresfrüchte kombiniert. Aus dem Le Cellier kommen die feinsten Tropfen, La Perle offeriert weitere besondere Gourmetgenüsse.


Das Float Out der Orient Express Corinthian erfolgte bereits im Juni letzten Jahres, nur wenige Monate nach Baubeginn. Die Jungfernfahrt ist für Juni 2026 vorgesehen. In diesem Sommer stehen die Adria und das Mittelmeer auf dem Programm, bevor sch die größte Segelyacht der Welt auf den Weg in die Karibik macht. Im Sommer 2027 soll die Orient Express Olympian als Schwesternschiff in See stechen.