Keep Up to Date with the Most Important News

By pressing the Subscribe button, you confirm that you have read and are agreeing to our Privacy Policy and Terms of Use
scottsdale im Winter scottsdale im Winter

Scottsdale im Winter: Auszeit zwischen Wild West und Wüste

Diesen Winter tauschen wir Schneestürme gegen Wüstenwunder: Scottsdale, das „Beverly Hills of Arizona“, lockt mit Sport zwischen Wüste und Wasser, gelebter Geschichte und Golferglück.
© Robert Murray, Unsplash

Welcome, Winter: Die Temperaturen fallen derzeit regelmäßig unter null. Die Landschaft verschwindet unter einer weißen Schicht (oder einer eisigen Matschdecke). Und die Tage scheinen fast zu kurz, um vor die Tür zu gehen. Während einige in dieser kargen Jahreszeit aufblühen mögen, sehnen wir uns gerade nach wärmeren Gefilden. Unter den schönsten und sicherlich spannendsten Destinationen, um dem Winter zu entkommen: Scottsdale.

Werbung

Die Stadt im einstigen Wilden Westen ist heute Siedlungsgebiet gut betuchter Amerikaner und grenzt zugleich an die Heimat der Salt River Pima–Maricopa Indian Community. Natürlich lockt Scottsdale im Winter nicht nur mit Sonne und angenehmen Temperaturen: Auch in Sachen Geschichte, Freizeit und Kulinarik hat die Destination in Maricopa County, Arizona, einiges zu bieten. Hier unsere top fünf Highlights aus dem „Beverly Hills von Arizona“:

Old Town Scottsdale
Das alte Herz von Scottsdale schlägt nach wie vor in Old Town. © Christina Horn
Old Town Scottsdale
Das alte Herz von Scottsdale schlägt nach wie vor in Old Town. © Christina Horn

Old Town Scottsdale

Wer durch die ältesten Straßen Scottsdales spaziert, wird unweigerlich Ausschau halten: nach Cowboys, die ihre Revolver im Schatten der überdachten Storefront polieren. Oder nach Postkutschen und Ginsterbüschen, die zu Mundharmonikaklängen à la „Spiel mir das Lied vom Tod“ durch die Szenerie rollen. Das Flair der Wild-West-Stadt ist in Old Town bis heute lebendig geblieben – und wird mit modernen Annehmlichkeiten aufgewertet. Hippe kleine Boutiquen reihen sich an übervolle Souvenirläden oder bunte Shops für indigene Kunst. Ums Eck locken trendige Restaurants zu Gaumengenüssen und spannende Museen zu Zeitreisen. Dazwischen erinnern Kakteen daran, dass dieser Ort eigentlich in der Sonora-Wüste liegt.

Innenstadt Scottsdale
Kirche in der Innenstadt von Scottsdale. © Christina Horn
Innenstadt Scottsdale
Kirche in der Innenstadt von Scottsdale. © Christina Horn

Tagsüber sucht man im Scottsdale Fashion Square nach Luxusmode bei Prada, Dillard’s oder Louboutin. Preiswertere und ziemlich ausgefallene Mode bietet die auf der anderen Flussseite gelegene Rolling Rack Boutique. Auch Cowboystiefel und -hüte finden sich in Old Town zuhauf, etwa bei Maverick’s of Scottsdale. Im Cartel Roasting stärkt man sich zwischenzeitlich bei Kaffee und Kuchen. Der ideale Zeitpunkt, um gerade erstandene Souvenirs, etwa Traumfänger oder kleine Kakteen aus Holz, zu bewundern.

Auf der Suche nach Boots und Cowboyhut: In Old Town ist man richtig. © Christina Horn
Auf der Suche nach Boots und Cowboyhut: In Old Town ist man richtig. © Christina Horn
Auf der Suche nach Boots und Cowboyhut: In Old Town ist man richtig. © Christina Horn
Auf der Suche nach Boots und Cowboyhut: In Old Town ist man richtig. © Christina Horn

Danach ist es Zeit für einen Abend voller „High Notes“: Im authentischen Rusty Spur Saloon begibt sich das Publikum in „Scottsdale’s Last Cowboy Saloon“, wie sich das Etablissement selbst betitelt. An den Wänden prangen Bisonköpfe neben USA-Flaggen, alte Steigbügel neben bekritzelten Dollar-Noten. Die Gäste sitzen in lustigen Hockern an der Bar, die wie Beine in roten Shorts aussehen und ein tolles Fotomotiv darstellen. Dazu kommen abendliche Live-Bands, die für die musikalische Untermalung sorgen. Ein echtes Erlebnis!

Gina Santangelo, Unsplash

Event-Tipp!

Donnerstags zwischen 19 und 21 Uhr lädt das Innenstadtviertel außerdem zum kostenlosen Scottsdale ArtWalk. Der Spaziergang führt entlang Main Street und Marshall Way, vorbei an Kunst im öffentlichen Raum. Geleitet wird die Führung von Mitgliedern der Scottsdale Gallery Association.

Scottsdale als Golferparadies in der Wüste

Golf darf zurecht als die „Religion“ der Locals bezeichnet werden. Direkt in Scottsdale versammeln sich über 50 Golfplätze, rund um die Stadt finden sich weitere 150 Plätze. Wer sein Par verbessern möchte, ist in der Wüstenstadt mit ihren über 330 Sonnentagen im Jahr genau richtig. Unter den zahlreichen Plätzen: der Camelback Golf Club mit eigener Golf Academy. Profis und Amateure finden dort auf zwei Plätzen, Ambiente und Padre, ihr grünes Glück.

Scottsdale gilt mit über 200 Plätzen als Paradies für Golf-Fans. © Christina Horn
Scottsdale gilt mit über 200 Plätzen als Paradies für Golf-Fans. © Christina Horn
Scottsdale gilt mit über 200 Plätzen als Paradies für Golf-Fans. © Christina HornScottsdale gilt mit über 200 Plätzen als Paradies für Golf-Fans. © Christina Horn
Scottsdale gilt mit über 200 Plätzen als Paradies für Golf-Fans. © Christina Horn

Der Ambiente Course wurde vom Golfarchitekten Jason Straka entwickelt und überzeugt mit rollenden Fairways und markanten Höhenunterschieden. Der Padre Course hingegen, entworfen von Arthur Hills, fordert die Spielende mit hohen Bäumen, vielen Seen und Wasserhindernissen sowie großen Bunkern. Camelback lockt aber nicht nur mit genussreichen Golfrunden, sondern – an klaren Tagen – auch mit Ausblicken auf die Bergkulisse am Horizont. Nach dem Spiel lädt das Clubhaus im Pueblo-Stil zum Shoppen und zur Stärkung im Restaurant Tavern 37.

Scottsdale gilt mit über 200 Plätzen als Paradies für Golf-Fans. © Christina Horn

Aviso

Anfang 2026 eröffnet im Norden der Stadt das Scottsdale Golf Retreat at Troon North. Das exklusive Boutiqueresort soll nach Fertigstellung 26 Suiten beherbergen. Spielende profitieren von maßgeschneiderten Golfpaketen und der Nähe zum renommierten Troon North Golf Club.

Kanufahren zwischen Wüste und Wasser

An heißen Tagen ist der Lower Salt River im Tonto National Forest der Place-to-be für Alt und Jung, Sportbegeisterte und Partylöwen. Die Locals lassen sich an Wochenenden gerne mit Luftmatratzen, kleinen Schlauchbooten und Tubes den ruhigen Fluss hinabtragen, hören dabei Musik, trinken und feiern. Wer es sportlicher angehen will, springt aufs SUP-Board oder ins Kajak – für mehr Ruhe am besten unter der Woche. Gemeinsam mit Anbietern wie Cliff Creek Outfitters geht es dann den ruhigen Fluss hinab, vorbei an grünen Ufern und Felsgiganten. Mit etwas Glück erspäht man während der Fahrt nicht nur Vögel, sondern auch die lokalen Wildpferde, die sich im Salt River erfrischen.

Salt Lake River
Salt Lake River © Christina Horn
Salt Lake River
Salt Lake River © Christina Horn

Yee-Haw: Bullriding live erleben

Das ist der Wilde Westen, wie man ihn aus Büchern oder Filmen kennt: Menschen mit schicken Stiefeln und Cowboyhüten versammeln sich auf der Tribüne. Unten, im Bullring, singt der Pastor die Nationalhymne, während eine Dame mit USA-Flagge im Kreis reitet. Hinter dem sperrigen Holz scharren bereits die Bullen. Dann treten sie ein: die Cowboys, bekleidet wie im Wilden Westen. Sie tragen Stetsons und robuste, leicht staubige Boots, dazu Jeans mit ledernen Chaps und Hemden mit Weste darüber. Und: Sie sind bereit für den Ritt auf dem Bullen.

Von der Nationalhymne zum Ritt auf dem Bullen.
Von der Nationalhymne zum Ritt auf dem Bullen. © Christina Horn
Von der Nationalhymne zum Ritt auf dem Bullen. © Christina Horn
Von der Nationalhymne zum Ritt auf dem Bullen. © Christina Horn

Nur wenige Sekunden dauert dieser – wer die meisten davon am Rücken des Tieres sammelt, hat gewonnen. Besucher und Anfänger versuchen ihr Glück danach auf dem Rodeo-Simulator vor Ort. Alternativ schwingt man das Tanzbein: Im Saloon nebenan kommt man mit gut gelaunten Fremden ins Reden oder stimmt in den Line-Dance ein.

Geschichte erleben: Western Spirit Museum

Eine lehrreiche Reise in die Vergangenheit Arizonas verspricht das Western Spirit: Scottsdale’s Museum of the West in Old Town. Auf rund 4.000 Quadratmetern treffen Kunstwerke und historische Exponate aus dem amerikanischen Westen aufeinander. Das reicht von Skulpturen berühmter Häuptlinge im Christine & Ted Mollring Sculpture Courtyard über klassische Western-Ikonografie und bis hin zu szenischen Displays, die den Alltag der einstigen Siedler greifbar machen. Besonders Mutige steigen in die begehbare Postkutsche, die, wie vor über 100 Jahren, ruckelnd Fahrt aufnimmt.

Western Spirit Museum
Western Spirit Museum © Christina Horn
Western Spirit Museum
Western Spirit Museum © Christina Horn

Das Publikum erfährt mehr über die Idee hinter „Manifest Destiny“ und der Expansion nach Westen. Zugleich werden sowohl indigene Perspektiven als auch spanisch-mexikanische Einflüsse auf die Region repräsentiert. Und am Ende des Besuchs, so das Ziel, liegt ein tieferes Verständnis für die Region.

Die wichtigsten Infos in Kürze

Anreise: Wien/München/Frankfurt nach Phoenix Sky Harbor International Airport (PHX) in ca. 13 bis 15 Stunden mit Zwischenstopp; mit dem Auto/Taxi weiter nach Scottsdale ca. 15 Minuten

Klima: Wüstenklima – mit heißen Sommern, milden Wintern, viel Sonne und wenig Niederschlag

Beste Reisezeit: März bis Mai, September bis Oktober: tagsüber 26 bis 38 Grad, nachts 8 bis 20 Grad. November bis Februar: tagsüber 20 bis 26 Grad, nachts 3 bis 7 Grad

Einreise: für Österreich und Deutschland: kein Visum, aber ESTA-Pflicht in den USA

Where to stay: JW Marriott Scottsdale Camelback Inn Resort & Spa, ab USD 606,– (ca. € 520,–) pro Nacht

The Hermosa Inn, a boutique hideaway, ab USD 209,– (ca. € 180,–) pro Nacht



Weiterlesen:

Add a comment Add a comment

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert