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Silvester in Wien Silvester in Wien

Silvester in Wien: Den Jahreswechsel 2025 wie Locals feiern

© Stadt Wien Marketing, Christian Kremser

Nicht nur in Las Vegas weiß man, wie man ins neue Jahr startet. Im Gegenteil! Der 1990 ins Leben gerufene Silvesterpfad in der österreichischen Bundeshauptstadt ist mittlerweile zu einem der größten Silvester-Events in ganz Europa geworden.

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Ursprünglich hatte er das Ziel, die Besucherströme in der Wiener Innenstadt ein wenig zu verteilen, so dass sich nicht alles rund um den Stephansplatz drängt. Heute sorgt er unter anderem dafür, dass auch nach den Christkindlmärkten Besuchende aus aller Welt nach Wien strömen. Ein Besuch ist aber längst nicht alles, was man zu Silvester in Wien erleben kann.

Sportlich ins neue Jahr

Vor allem Reisende aus den USA sind oft höchst überrascht über die Feiertagsregelungen in Österreich. Was sie selten am Schirm haben: Der 1. Januar ist hierzulande ein wichtiger Feiertag, an dem nicht nur Behörden, sondern auch Geschäfte des täglichen Bedarfs geschlossen haben. Es lohnt sich daher, morgens noch schnell zu besorgen, was man so während der nächsten beiden Tage zu benötigen glaubt. Danach kann man aber schon direkt mit den Silvester-Events starten. Ein Fixpunkt im Eventkalender vom 31. Dezember ist seit 49 Jahren der Wiener Silvesterlauf. Normalerweise geht es um 11 Uhr vor der Uni Wien los.

Silvesterlauf Wien 2024
@ Moritz Thüringer
Silvesterlauf Wien 2024
@ Moritz Thüringer

Die Laufstrecke führt einmal um die Wiener Ringstraße. Auf fünf Kilometern passiert man einige Sehenswürdigkeiten der Stadt, kann nochmal die Weihnachtsbeleuchtung bewundern und mit einem sportlichen Event am Jahresende schonmal den Ton fürs nächste Jahr setzen. Die Stimmung ist immer top, unter anderem auch, weil viele der Laufenden in Kostümen an den Start gehen. Wer spontan dabei sein möchte, kann sich selbst am Race Tag noch direkt persönlich vor Ort anmelden. Die Teilnahmegebühr beträgt dann € 40,–, es gibt aber für jeden, der ins Ziel kommt, eine wunderschöne Medaille.

Prickelnd ins Neue Jahr

Während Weihnachten in Österreich immer noch ein typisches Familienfest ist, verhält es sich mit Silvester anders. Ins neue Jahr startet man meist mit Freunden. Viele Freundeskreise haben spezielle Traditionen entwickelt. Eine, die oft vorkommt: das Sektfrühstück mit Lachs. Dafür begeben sich auch die Hauptstadtbewohnenden in Lokale, die man sonst der Touristen wegen eher meidet. Man denke zum Beispiel ans Schwarze Kameel am Graben oder im Teehaus Haas & Haas. Auch viele Hotels, etwa das Hotel Daniel, bieten schon am 31. Dezember prickelnden Brunch an. Im Chez Bernard des Hotel Motto auf der Mariahilfer Straße serviert man sogar bis 14 Uhr 30 Frühstück. Ideal also, um nach dem Silvesterlauf frisch geduscht und bereit für kulinarische Exzesse, dort einzufallen. Der Rahmen ist stilvoll, die Stimmung großartig. Von 12 Uhr 30 bis 16 Uhr gibt’s außerdem Lunch mit Austern und Champagner.

Austern und Champagner
© Guste Ci
Champagner und Austern Silvester
© Guste Ci

Echte Silvesterprofis begeben sich dann direkt zum Silvesterpfad. Die zwei Kilometer lange Strecke verbindet insgesamt acht typische Silvester-Schauplätze in der Stadt: Am Hof, Rathausplatz, Freyung, Hoher Markt, Neuer Markt, Kärntner Straße, Graben und Stephansplatz. Neben Buden mit Punsch, Sekt und Glücksbringern gibt’s ab 14 Uhr Programm. Es reicht vom Donauwalzer-Kurs am Graben über unterschiedliche Konzerte bis zum gemeinsamen Mitternachtscountdown. Das Programm im Detail ist hier einzusehen. Wichtig zu wissen: Es gibt Zugangskontrollen und das Mitnehmen von Feuerwerkskörpern ist verboten. Locals kommen gern am frühen Nachmittag, um dem hohen Andrang an Besuchenden zu entkommen. U-Bahnen, Busse und Straßenbahnen fahren in der Nacht von 31. Dezember auf 1. Januar durchgehend!

Wiener Silvesterpfad Christian Kremser
© Stadt Wien Marketing, Christian Kremser
Wiener Silvesterpfad Christian Kremser
© Stadt Wien Marketing, Christian Kremser

Silvesterfeuerwerk in Wien

Ein offizielles Feuerwerk gibt es – in Hinblick auf Umwelt- und Tierschutz – in Wien schon länger nicht mehr. Generell gibt es strenge Regeln, was das Anzünden von Pyrotechnik betrifft. Im Stadtgebiet zum Beispiel darf man nur Wunderkerzen, Knallerbsen oder Tischfeuerwerke abbrennen. Schweizer Kracher und Raketen sind eigentlich verboten. Die Geldstrafen können bei Verstößen doch recht empfindlich sein. Vor allem, wenn man in der Nähe von Alten-, Pflege- und Tierheimen, Krankenhäusern oder Kirchen herumknallt. Bis zu € 4.300,– können fällig werden. Das hält aber private Pyrofans nicht davon ab, zahlreiche Raketen zu zünden.

Silvester in Wien Feuerwerk
© WienTourismus/Christian Stemper
Feuerwerk über Wien
© WienTourismus/Christian Stemper

Wer gern das neue Jahr mit einem Knall begrüßt, begibt sich am besten zu einem der Aussichtspunkte der Stadt. Doch was sind die besten Spots zum Feuerwerkbeobachten in Wien? Hervorragenden Blick hat man bei entsprechendem Wetter zum Beispiel vom Wilhelminenberg, vom Schafberg, von der Bellevue Wiese, vom Kahlenberg und vom Nussberg. Als Alternative oder Ergänzung zum Silvesterpfad bietet sich auch ein Besuch im Wiener Prater an. Beim Wintermarkt am Riesenradplatz feiert man bereits ab 12 Uhr mit DJ Sets und Live-Musik.

Silvester Bräuche in Wien

In weiten Teilen Österreichs haben sich einige Bräuche zu Silvester immer noch gehalten. Einerseits ist es Tradition, am 31. Dezember die Wohnung oder das Haus mit Weihrauch auszuräuchern, um sich von den bösen Geistern des vergangenen Jahres zu verabschieden. Beim Wachsgießen hingegen wird eine Figur aus speziellem Wachs auf einem Löffel über einer Kerze geschmolzen und dann in kaltes Wasser gekippt. Der Schatten, den das erstarrte Wachs an die Wand wirft, soll Aufschluss über die eigenen Geschicke im nächsten Jahr geben.

Champagner Silvester Wien
© Billy Huynh
Champagner
© Billy Huynh

Speziell in Wien ist es üblich, Manner Glücks-Fische aus Biskottenteig zu essen. Damit diese ihr Wunder wirken können, muss man sie aber vom Schwanz her aufessen. Eher seltener, aber immer noch oft Tradition ist es, sich die Silvesterfolge von “Ein echter Wiener geht nicht unter” anzusehen. Wie in allen anderen Ländern der Welt verabschiedet man die letzten Sekunden des alten Jahres mit einem Countdown. Steht der bei Null, ist es Tradition, zuerst dem Glockenläuten der Pummerin (der Glocke am Stephansdom) zu lauschen. Entweder live oder per Radio-Übertragung. Es folgt der Wiener Walzer, zu dem man ins neue Jahr tanzt. Mit Sekt, Champagner, Prosecco und einem “Prosit!” stößt man schließlich an. Echte Locals mit Stil tun das übrigens mit Champagner Schalen aus der Manufaktur Auguarten.

1. Januar in Wien: Feiertag und Katerstimmung

Am 1. Januar ist, wie schon erwähnt, die Stadt recht ruhig. Die Geschäfte des täglichen Bedarfs, also Supermärkte und Drogerien, sind ebenso geschlossen wie Boutiquen und andere Shops. Wer wirklich dringend etwas braucht, weicht auf Tankstellen oder Supermärkte an Bahnhöfen oder am Flughafen aus. Auch viele Museen nutzen den 1. Januar, um die Schotten dicht zu machen. Offen haben aber zum Beispiel die Albertina, das MAK oder das Kunsthistorische Museum.

Musikverein Wien
© Jiamin Huang, Unsplash
Musikverein Wien
© Jiamin Huang, Unsplash

Viele Locals nutzen den Tag, um sich auszuschlafen und dann ausgiebig zu frühstücken. Um 11 Uhr 15 beginnt dann das weltberühmte Neujahrskonzert. Wer selbst keine Tickets dafür ergattern konnte – und das sind die meisten Menschen – ist via Livestream dabei, wenn die Wiener Philharmoniker unter der Leitung von Yannick Nézet-Séguin zu einem Potpourri aus klassischen Stücken anstimmen. Wie jedes Jahr darf man sich auf die traditionelle Zugabe freuen: die Weninger-Version des Radetzky-Marschs von Johann Strauss Vater. Dabei geht das sonst so disziplinierte Klassik-Konzertpublikum regelmäßig ab wie Nachbars Katze.



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