Schon im Oktober hätte es soweit sein müssen: Die Mandarin Oriental Vienna Eröffnung war für Ende des Monats geplant. Beim Probe-Essen im Restaurant “Le Sept” waren die Erwartungen hoch. Das Team stand bereit, die Zimmer und Suiten waren fertig, das ganze Hotel freute sich auf Gäste.
Doch dann kamen die bürokratischen Hürden. Anrainer hatten sich schonmal über mögliche Ruhestörungen durch Gäste des neuen Luxushotels im 1. Bezirk in Wien beschwert. Anträge mussten geprüft werden. Und die Eröffnung verzögerte sich. Doch am 1. Dezember 2025 war es nun endlich so weit: Die ersten Besuchenden konnten im ersten Mandarin Oriental Hotel in Österreich einchecken.


Brücke zur Geschichte
Das Gebäude, in dem sich Wiens neuestes Luxushotel befindet, ist dabei keineswegs neu. Es handelt sich um das vom österreichischen Architekten Alfred Keller im frühen 20. Jahrhundert geplante ehemalige Handelsgericht. Das Interior-Design stammt vom renommierten Studio Goddard Littlefair aus London. Das war unter anderem schon für die Ausstattung des Gran Marbella Resort & Beach Club in Andalusien, des Raffles London at The OWO oder auch der Imperial Riding School in Wien verantwortlich.


Mit viel Feingefühl hauchte man dem Gebäude neues Leben ein. 86 Zimmer und Suiten, alle zeitlos, aber dennoch einladend gestaltet, sind Rückzugsorte inmitten der Stadt. Sie beeindrucken mit viel Tageslicht, maßgefertigten Möbeln und einer sanften, natürlichen Farbpalette. Die Brücke zur Location schafft man mit Stoffen, die an den Wiener Secessionsstils erinnern. Eine Besonderheit sind auch die überaus großzügigen Badezimmer samt Badewannen.


Herz des Hotels
Zentrales pièce de résistance ist jedoch die weitläufige Lobby. Skulpturale Kronleuchter, eine hohe gläserne Decke und gemütliche Sitzecken laden dazu ein, sich kulinarisch verwöhnen zu lassen. Executive Chef Thomas Seifried und sein Team präsentieren eine sorgfältig kuratierte Auswahl an gastronomischen Erlebnissen. Das Le Sept als Fine-Dining-Konzept überzeugt ebenso wie die all-Day-Dining-Brasserie, The Café und Izakaya & Bar. Saisonale Zutaten und internationale Einflüsse lassen weltoffene Küche entstehen.


Weltoffen, so präsentiert sich auch das Spa des Mandarin Oriental, Vienna. Es verfolgt ein ganzheitliches Konzept, in dem auch die musische und künstlerische Tradition der Stadt ihren Niederschlag findet. So treffen klassische asiatische Therapieformen zum Beispiel auf Körperrituale, die von Walzerbewegungen inspiriert sind. Nicht nur Hotelgästen, sondern auch Tagesbesuchenden steht das Spa offen. Detail am Rand: Der ikonische Fächer wurde für die Wiener Dependance der Marke vom österreichischen Künstler Peter Jellitsch neu interpretiert.
Mandarin Oriental, Vienna
Riemergasse 7, 1010 Wien, Österreich